Freitag, 26. Oktober 2012

Weiterwarten und hoffen...

Hallo hallo,

viel Neues gibt es nicht zu erzählen, aber da ich mir ja vorgenommen hab, wieder regelmäßiger zu schreiben, tu ich das jetzt auch.

Wobei es eigentlich doch schon eine wichtige Neuigkeit gibt: Ich werde voraussichtlich nächste Woche mein Projekt und somit auch meine Familie wechseln.
Genaueres darüber weiß ich allerdings noch nicht und da der ICYE diese Nachricht auch nicht mir, sondern meiner Gastfamilie mitgeteilt hat (ja, hier herrschen so ein paar kleine Kommunikationsprobleme *seufz*), weiß ich eigentlich gar nichts.. ;)

Zum einen bin ich froh, von hier wegzukönnen, zum anderen ist es auch schwierig, sich nun wieder auf eine komplett neue Umgebung einzustellen. Eigentlich fühl ich mich gerade viel zu kaputt und kraftlos, um jetzt wirklich offen für eine neue Familie und ein neues Projekt sein zu können.
Aber ich werd es definitiv versuchen.

Zur letzten Woche:
 Da ich immer noch krank bin, und die bisher 2 verschiedenen Hustensäfte, 3 verschiedenen Anti-Erkältungsmittel und das Antibiotikum keine Wirkung gezeigt haben, bin ich vorgestern mal zu einem Arzt gegangen. Das war vielleicht was! Das Wartezimmer hat eher einer alten Berghütte geähnelt, als einem Raum in einer medizinischen Einrichtung, und als ich nach einer Stunde immer noch wartend auf meinem Platz saß, während die Leute um mich rum immer kamen und gingen, hab ich festgestellt, dass die Behandlungsreihenfolge der Patienten wohl keinerlei Logik folgt. Als ich eine Wartende neben mir nach dem System gefragt hab, meinte sie nur: "Naja, du kannst hier warten und warten, solange du willst. Aber du kannst jetzt auch einfach reingehen."  Ja, so einfach ist das also.

Als ich die ganze Tortur dann hinter mir hatte und mich mit dem Arzt ausführlich über seine in Düsseldorf studierende Tochter unterhalten hab, waren etwa 3 Stunden vergangen und auf meinem "Rezept" (ein einfacher Schmierzettel) standen die Namen zweier Medikamente (u.a. mal wieder ein Antibiotikum). Angeblich soll ich eine Harnwegsentzündung haben, was für mich allerdings nicht viel Sinn ergibt... ich huste, schnupfe, hab Fieber, Bauchweh und das Atmen tut manchmal weh - klarer Fall, eine Harnwegsentzündung!  (Ironie)
Nunja, trotzdem nehme ich jetzt mal schön brav meine Medizin und warte ab.

Dadurch, dass ich einmal zum Arzt und einmal zur Apotheke musste, hatte ich ausnahmsweise mal 2 freie Nachmittage, und da heute auch noch ein muslimischer Feiertag ist (ein Opferfest, Īd ul-Adha genannt) und ich deshalb heute wieder frei hatte, war es eine recht kurze und dadurch ganz erträgliche Schulwoche.

Was diese Woche außerdem noch besonders war: Wir haben zum ersten Mal zuhause ein Huhn geschlachtet! Als Hellen von einer Nairobi-Reise zurückkam und mit einem riesen Gockel unterm Arm zum Tor reinspazierte, wurde mir schon ganz mulmig zumute. Trotzdem wollte ich unbedingt bei der Aktion zusehen. Als der Hahn schließlich mit seinen zusammengebunden Füßen in einer dunklen Ecke der Küche lag, hab ich mich zu ihm gesellt, ihn ein bisschen gestreichelt und wir haben gemeinsam auf sein baldiges Ende gewartet...
Als Hellen dann mit unserem gewöhnlichen Brotmesser hereinkam, war es soweit. Sie schleppte das Ding nach draußen, legte ein Tablett unter dessen Kopf, packte fest zu und schnitt dem Tier langsam, aber sicher die Kehle durch.
Ein paar Stunden später lag das Ding dann in Soße schwimmend in einem Topf auf unserem Esstisch. Ich wollte zuerst nichts davon essen, hab es dann aber doch getan - besser so ein Tier, als eines aus einer deutschen Massenhaltung und Massenschlachtungsanlage. Naja, es war seltsam, aber uh, ich sag euch, es war das beste Hühnchen, das ich je gegessen hab. Kein Vergleich zu den Brathendl, die es bei uns zu kaufen gibt.

Nunja... soviel zu letzter Woche.
Beim nächsten Mal wird es wohl wieder mehr Neuigkeiten geben, denn höchstwahrscheinlich hab ich dann schon mein Zuhause gewechselt...

Also bis bald,
Jenny

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Matschkuchen mit Schokosträuseln...

Hallöchen...

Nach über 3 Wochen und vielen neuen Geschehnissen meld ich mich nun endlich mal wieder hier.
Die letzte Zeit war nicht ohne, zum einen voller kleiner, schöner neuer Erfahrungen, zum anderen aber auch sehr stressig, nervenraubend und teilweise grenzwertig.

Angefangen haben die Schwierigkeiten vor ca. 2 Wochen. Ich geh jetzt nicht ins Detail, das würde viel zu lange dauern und ist auch nicht wirklich für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt. Jedenfalls gab es einige Probleme mit meiner tauben Gastcousine, die seit ca. 5 Wochen bei uns wohnt. Ich hab mich in dieser Sache recht stark für sie eingesetzt, weil ich als Mensch mit Moral und Werten doch eine gewisse Verantwortung für die Dinge spüre, die um mich rum passieren. Nun ja, aber das war für meine Gastmutter dann etwas zu viel des Guten und es gab einen recht heftigen Streit mit vielen grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten und der angedeuteten Drohung, mich "rauszuwerfen".

Auch wenn wir uns recht schnell wieder vertragen und entschuldigt haben, liegt hier seit dem etwas Ungutes in der Luft. Dazu kommen viele merkwürdige Gerüchte und Geschichten über meine Gastmutter und das alte Projekt hier (das Kinderheim, in das ich eigentlich hätte kommen sollen) und mittlerweile ist es wirklich schwierig für mich, zu beurteilen, wem ich hier vertrauen kann und wem nicht.

Die Schule ist von Zeit zu Zeit auch sehr anstrengend geworden. Es ist schwer, von den Kindern respektiert zu werden, ohne die hier immer noch verbreiteten "Bestrafungsmethoden" - sprich, die Kinder auch zu schlagen - anzuwenden.
Ich mag die Kinder und die Lehrer nach wie vor sehr gerne, aber es ist zum Teil wirklich eine Herausforderung für mich. 35 kleine Kinder, ca. 43 Stunden die Woche - das muss man mögen. ;)

Als ich dann letztes Wochenende mal wieder in Nairobi war - eigentlich um meine Arbeitserlaubnis abzuholen und mein Visum zu verlängern - hab ich die Gelegenheit genützt und hab mit den Leuten vom ICYE (meine Organisation hier) über die Probleme geredet. Im Grunde wurde ich dort ganz gut verstanden und als ich den Wunsch geäußert hab, meine Familie / Projekt zu wechseln, meinten sie, sie würden sich nach etwas Neuem umsehen.
Nun - wieder zuhause - warte ich also auf Neuigkeiten aus Nairobi und bin gespannt, wie alles weitergehen wird. 100% sicher bin ich mir nicht, ob ein Wechsel wirklich das Beste ist... manchmal genieße ich mein Leben hier ja doch und manchmal schätze ich auch meine Familie hier wirklich sehr. Aber noch weitere 9 1/2 Monate hier bleiben? Es ist schwierig.

Jetzt aber endlich mal zu den guten Seiten des Lebens, zu den kleinen Freuden, die das alles hier doch irgendwie schön und wertvoll machen.
Ich liste einfach mal auf, denn das meiste davon kann man eh nicht beschreiben :) :

Ein kenianischer Kindergeburtstag (grooß, viel Essen, Musik und tanzen) ... Zuckerrohr essen im Mondenschein (das Zeug bricht einem die Zähne!) ... der erste Regen und nun endlich die Regenzeit (und damit einhergehend: barfuß durch Matsch und Dornen waten ;)) ... lange, wortlose Gespräche mit meiner tauben Gastcousine ... Rastazöpfe geflochten bekommen (..und sie nach 2 Wochen selbst wieder auffusseln = 6 Stunden und eine schlaflose Nacht ;)) ... Pizza (!) essen mit den anderen Freiwilligen in Nairobi ... sich sein Handy vom Ohr stehlen lassen und den Dieb über eine Autobahn verfolgen (ok, das ist keine gute Seite des Lebens, aber dafür spannend *hust*) ... drei Tage bei Fine (einer anderen deutschen Freiwilligen) schlafen, viel quatschen, lachen, aufregen und das erste Mal selbst Ugali kochen (zuhause darf ich nicht kochen :( ) ... ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte essen ... einen Slum von innen sehen ... kenianische Schulexamen mit meinen 3-jährigen Kindern schreiben (jaa, das ist ein bisschen früh.. aber es war interessant) ... ein Kamel streicheln ... im strömenden Regen mit einem Gartenschlauch Blumen gießen ...
.. und viel, viel mehr.

Jap, das ist also momentan mein Leben in Kenia. Bald werd ich wieder mehr schreiben und den Blog wieder ordentlich auf dem Laufenden halten, nur die letzte Zeit war einfach sehr chaotisch und schwierig zu beschreiben.

Und jetzt werd ich noch meinen ausnahmsweise mal freien Tag genießen (ja, ich bin mal wieder krank und heut nicht in der Schule) und aaaallen fehlenden Schlaf nachholen ;)

Bis bald, ihr Lieben!
Haltet die Ohren steif.. ich machs auch. ;)

Dienstag, 25. September 2012

Wildlife-Camping, Nairobi und Tropenkrankheiten...

Jambo, ihr Lieben!

Seit gestern Abend bin ich wieder zurück in Isiolo, nach einem Camping-Wochenende in Konza und 1 1/2 Tagen in Nairobi.
Konza ist eine Stadt ungefähr 70 km südlich von Nairobi ... wir waren allerdings nicht in der Stadt, sondern mitten in der Pampa. Man stelle sich also eine Steppe vor, seehr viel trockenes Gras, vereinzelt Bäume und Büsche, wild herumlaufende Tiere und mittendrin unser kleines Zeltlager.

Aber dazu gleich noch... erstmal musste ich natürlich wieder nach Nairobi fahren, in einem "überaus bequemen" Matatu, zerquetscht von einer äußerst wohlbeleibten (aber netten) Kenianerin und umringt von 2 extrem schmatzenden Kaugummi-kauenden Männern...
Zu allem Überfluss ging es mir körperlich immer noch nicht gerade gut, und obwohl ich eh schon zu spät dran war, beschloss ich, dass es vielleicht doch sinnvoll sein könnte, mich vor dem Camp in Nairobi mal auf Malaria testen zu lassen.
Dort angekommen hab ich mich also mitsamt Gepäck auf die Suche nach einem Schnelltest-Labor gemacht und wurde in der 4. Apotheke dann auch fündig. Also, Blut abgenommen, gewartet, gewartet und - jaa, das Ergebnis.... wie? Was steht da auf dem Zettel?? Malaria und..? Wie? .. Typhus? ... ähm, okay.
Gut, ich hab also eine leichte Malaria und Typhus (die Typhus-Impfung in Deutschland war dann wohl nicht sehr hilfreich...). Aber halb so schlimm, sowas kommt in Kenia ständig vor, die Ärzte kennen sich damit aus und haben mir sofort die richtigen Medikamente mitgegeben...

Nun stand dem Camp also nichts mehr im Wege und nachdem ich im riesigen, chaotischen Nairobi tatsächlich den vereinbarten Treffpunkt und die anderen Freiwilligen gefunden habe, war ich trotz krank-sein erstmal glücklich. :)
Es tat gut, die anderen wieder zu sehen und Erfahrungen austauschen zu können - man stellt wirklich viele Gemeinsamkeiten fest, viele von uns haben gleiche Erlebnisse, gleiche Schwierigkeiten, aber auch gleiche kleine Alltagsfreuden... man merkt einfach, dass man nicht alleine ist und das macht definitv Mut.

Das Camp an sich war dann ganz nett, aber bis auf eine paar Stunden wilde Tiere gucken haben wir eigentlich nichts besonderes gemacht (was mir in meinem Zustand ganz recht war, aber wofür das Geld und der weite Weg doch ein bisschen schade war).
Die Mini-Safari war aber wirklich schön, wir saßen alle auf dem Dach eines Busses (jaa, das ist wackelig!) und sind durch die Wildniss gebrettert... leider gab's keine Elefanten, aber dafür Zebras, Giraffen, Gnus, viele Antilopen, Strauße und andere undefinierbare Wildtiere (Fotos folgen...).
Ist ein tolles Gefühl, solche Tiere einfach in freier Wildbahn zu sehen! Es gab dort auch Löwen und Geparden (sogar einen weißen!), aber leider haben wir die nicht gesehen... obwohl sie anscheinend nur 3 km von unserem Zeltplatz entfernt waren.

Im Endeffekt war ich dann allerdings ganz froh, als wir wieder in Nairobi ankamen. Da es am Sonntag schon zu spät zum heimfahren war, hab ich mir mit 3 anderen Freiwilligen ein kleines Hotelzimmer genommen und zusammen mit Mette, einer äußerst sympathischen Dänin, hab ich noch etwas die Stadt unsicher gemacht (bzw. ich denke, die Stadt hat eher uns unsicher gemacht...).
Das Stück Kuchen, das ich an diesem Tag gegessen hab, werd ich wohl niemals vergessen... es war ungemein lecker und nebenbei der erste Kuchen seit mindestens 6 Wochen. Jaja, wie sehr man die Dinge doch schätzen lernt... :)
Nach dem Gaumenschmaus waren wir auf einem riesigen, bekannten Maasai-Markt ("Maasai" ist der Name eines Stammes hier, der meist noch sehr traditionell lebt). Ich liebe und hasse diesen Markt. Es gibt unglaublich schöne Dinge dort, von afrikanischem Schmuck über Töpfereien, Holzarbeiten, Klamotten und Karten bis hin zu Müllskulpturen... wirklich alles mögliche und sehr beeindruckend. Aber: wenn man aus diesem Markt tatsächlich wieder rausfindet (was schonmal einige Stunden dauern kann), hat man nicht nur meist viel mehr Geld ausgegeben als man wollte, man ist außerdem einfach nur fertig mit der Welt.
Als Weißer wird man dort wirklich von allen Seiten angeredet, angegrapscht, jeder will dir etwas verkaufen, jeder will dich zu seinem Stand zerren, jeder will mit dir reden, vielleicht noch deine Handynummer oder auch nur einen Händedruck. Man muss wirklich hart zu den Menschen sein, um dort halbwegs klarzukommen.
Nairobi an sich kann (gerade als Weißer) schon wirklich anstrengend sein, aber Märkte sind meist noch die Krönung...
Natürlich ist der Maasai-Markt trotz allem einen Besuch wert und ich kenne mich - man wird mich dort auch beim nächsten Nairobi-Ausflug wieder finden... :)

Sosoo... wieder ein langer Eintrag heute, obwohl ich immer noch kaputt und müde bin (naja, wann bin ich das hier nicht?!)...

Nunja... seit heute gibt's für mich nun jedenfalls wieder Alltag... aber auch der wird wohl so schnell nicht langweilig werden. Was zu erzählen gibt's hier eigentlich immer...

Die nächsten Tage gibt's ein paar Fotos von Konza... und ansonsten - bis zum nächsten Eintrag! ;)
(Kommentare sind immer noch gern gesehen ;))

Liebe Grüße,
Jenny

Dienstag, 18. September 2012

Kultur, Alltag? + NEUE BILDER.

Hey ihr,

mal wieder Zeit für einen kleinen Eintrag...
Besonders viel Neues hab ich eigentlich nicht erlebt, es schleicht sich eher so langsam sowas wie ein Alltagsgefühl ein. Einerseits fühle ich mich mittlerweile viel weniger unsicher und angespannt, wie am Anfang, andererseits wird mir bewusst, dass dieses Leben nun wirklich für ein ganzes Jahr meins sein wird.
Ein anderes Leben, ein anderes Zuhause, andere Menschen, eine andere Kultur.
Jaja, die Kultur.

Ein wirklicher Kulturschock ist eigentlich bisher ausgeblieben, an das meiste kann ich mich ganz gut anpassen... nur ein paar Dinge gibt es, an die ich mich wahrscheinlich nie gewöhnen werde.
Was mir z.B. immer noch schwer fällt zu akzeptieren, ist, dass die Kinder meist recht hart behandelt werden und auch oft mal jemandem die Hand ausrutscht... oder ein Stock, ein Lineal, ein Schuh. Es ist schwierig, weil viele Kids anders wirklich nicht hören, aber mein modern westlich geprägtes Gewissen schreit mir immer wieder zu, dass es auch andere Methoden geben muss.

Ein anderer Punkt sind die Tiere... dazu erzähl ich nur zwei kurze Anekdoten:
Sonntags, Kirche.
Es wird oft als Dank etwas an die Kirche gespendet, meist Geld, wie in Deutschland auch. Letzten Sonntag hat ein Turkana-Volk (ein bestimmter Stamm) zwei Ziegen und einige Hühner gespendet, lebend natürlich.

Es war schon ein leicht unheimliches Bild, als die Hühner mit zusammengebundenen Füßen hilflos neben dem Altar lagen. Wirklich genug hatte ich aber dann, als sie anschließend in der Kirche versteigert wurden... aber wie! Ein Mann hielt die Hühner grob am Flügel, am Fuß oder sonstwo fest, schleuderte sie durch die Luft und versuchte, einen möglichst hohen Preis zu bekommen. Am Schluss lagen die versteigerten Hühner dann ebenso hilflos und schwer atmend unter den Stühlen ihrer neuen Besitzer...
Maggie, meine Gastmutter hätte auch fast eines ersteigert... "das essen wir heute Abend!" meinte sie. Als ich murmelte, ich hätte jetzt keinen Hunger mehr, hat sie es zum Glück gelassen...

Und eine weitere Geschichte...
Es war letzte Woche, die Schule war grade aus, ich hab noch mit den letzten Kindern gewartet, als plötzlich eine winzigkleine Babykatze vor unserem Schulbüro saß. Das Knochengestell war kaum größer als meine Hand und tapste unbeholfen umher.

Mir war klar, das Ding stirbt, wenn es keine Hilfe kriegt, daher hab ich nachgefragt, ob ich nicht Milch oder Fleich für das Kätzchen kaufen könne. Daraufhin wurde ich erstmal ausgelacht...
"Wie, du willst was für die Katze kaufen? Das Viech ist doch wertlos!"
Während eine kleine Diskussion startete, tapste das Kätzchen durchs Schultor raus... ich, immernoch überzeugt, dem Ding zu helfen, hinterher und - ich trau meinen Augen nicht - das Kätzchen ist zu einer Hütte gelaufen und die Menschen davor haben sie eiskalt wie ein Stück Müll durch die Luft in eine Hecke geschleudert.
Da war's für mich natürlich ganz aus....... ich wollte irgendwas tun, das Ding mitnehmen, wenigstens bis es selbst überleben kann. Aber keine Chance, ich durfte nicht... Hellen meinte sogar, die würde das Ding vergiften, wenn ich es mitnehm.
Dabei ist sie diejenige, die ihren Schülern täglich erklärt, dass Bäume und Berge und Vögel und Tiere Gottes Kreation sind... sollte man Gottes Werk denn so behandeln?!


Ich möchte hier nichts verallgemeinern, keine Klischees bestätigen und niemanden für etwas verurteilen... ich erzähle lediglich, wie ich die Dinge hier erlebe, wie ich mich damit fühle - diese Anekdoten sind also rein subjektiv! Es gibt sicher, hoffentlich, auch Gegenbeispiele.

Ich denke, es ist einfach schwierig, eine so fremde Kultur wirklich zu begreifen. Ich versuche zwar, für alles offen zu sein, mich so gut wie möglich anzupassen, die Kultur mitzuleben... aber manche Dinge kann ich - geprägt von meiner Kultur - einfach nicht nachvollziehen.
Und manchmal ist es dann hart einzusehen, dass man diese Dinge nicht ändern kann (vielleicht auch nicht ändern sollte?)... man muss vieles einfach akzeptieren, so sehr man damit kämpft.
Man muss die Babykatze laufen lassen...


Naja... ich denke, das reicht für heute, ich bin ziemlich kaputt... Schule ist ziemlich anstrengend (heute 30 Kinder) und ich bin auch gesundheitlich leicht angeschlagen... also gibt's lieber die nächsten Tage nochmal nen Eintrag!

Kwa heri,
Jenny


P.S.: !! Es gibt neue Bilder !!

Sonntag, 9. September 2012

Die erste Schulwoche und endlich die ersten Bilder!

Hey ihr Lieben,

meine erste Schulwoche ist rum und jetzt ist endlich mal Wochenende. ;)
Die ersten Arbeitstage waren ziemlich anstrengend, 25 rumwuselnde Kleinkinder in einem Raum, der nicht größer als unser Wohnzimmer ist.
Der Tagesablauf sieht ungefähr so aus:
Gegen 8 Uhr kommen die Kinder zur Schule, manche werden von Eltern oder Geschwistern gebracht, aber die meisten werden von unserem Fahrer Jason mit unserem Kleinbus gebracht (in Deutschland wäre darin etwa für 8-9 Leute Platz, aber hier fahren darin gute 30 Kinder und 2 Lehrer mit. ;)).
Zuerst versammeln sich die 3 Klassen dann auf dem "Schulhof", die Lehrer werden begrüßt, es werden 1, 2 Lieder gesungen, erklärt, welcher Tag heute ist (Lehrer: "Today is Monday!" - Kinder: "Today is Monday!" :D) und anschließend wird kontrolliert, ob die Kinder saubere Hände haben und ordentlich aussehen.

Nach der morgentlichen Versammlung geht jede Klasse in ihren Raum und fängt mit dem Unterricht an.
Dieser ist in meiner Klasse grob in 3 Fächer aufgeteilt: Language (Sprache), Mathematics und Environmental (alles zum Thema Umwelt).
In Language sprechen wir meistens zuerst das Alphabet durch und danach dürfen die Kinder je nach Entwicklung entweder Buchstaben ausmalen (oder Dinge, die mit dem Buchstaben anfangen, z.B einen Apfel für A), Punkte zu einem Buchstaben verbinden oder sogar schon selbst Buchstaben schreiben.
In Mathe ist es im Grunde das gleiche, wir zählen zuerst mehrmals von 1-10 und danach dürfen die Kids Zahlen ausmalen, Punkte zu Zahlen verbinden oder Zahlen schreiben.
Im Fach "Environmental" lernen die Kids zum Beispiel Körperteile, Anziehsachen, Nahrungsmittel, usw. und dürfen das dann natürlich auch ausmalen...
Die meisten Dinge zum ausmalen darf natürlich ich vorzeichnen, weil Asli und Nancy das irgendwie nicht wirklich hinkriegen.. ich darf also z.B. je 4 Körperteile in 20 verschiedene Hefte malen... ;)

Natürlich wird nicht nur gelernt, sondern zwischendurch auch viel gesungen und ein bisschen gespielt. Es gibt außerdem 2 Pausen, in der die Kids Essen bekommen und ein paar Minuten frei haben. In der kleinen Pause gibt's jeden Tag Porridge, so seltsamer Mais-Haferschleim-Brei, der ziemlich gewöhnungsbedürftig schmeckt (ich trink meistens lieber nur Tee *hust*). Dafür gibt's in der großen Pause richtiges Essen, entweder Reis mit Bohnen, Ugali mit Gemüse oder andere einfache Sachen. Schmeckt aber meistens lecker ;)
Nach dem Mittagessen ist dann für die Kleinen Schlafenszeit, das heißt, wir schleppen ein paar alte Matratzen ins Zimmer und die Kids teilen sich dann zu 5. eine. Das klappt eigentlich erstaunlich gut, während dem Mittagsschlaf ist es wenigstens für 1, 2 Stunden mal richtig schön ruhig und wir können uns ausruhen oder Hausaufgaben vorbereiten.

Um ca. 15 Uhr wecken wir die Kinder, sehen zu, dass alle wieder ihre Schuhe anhaben (= Chaos!), jeder isst noch ne Kleinigkeit und um 15.30 Uhr gehen oder fahren dann alle Kids nach Hause.

An sich macht die Schule echt Spaß, aber die ersten Tage waren auch wirklich viel für mich. So viele Kinder auf engem Raum, jeder will irgendwas, der eine muss aufs Klo, der andere hat sein Essen verschüttet, einer kaut grade auf einem spitzen Nagel rum, der andere rennt dir hinterher und will dir unbedingt seine Hausaufgabe zeigen. Dann weint wieder jemand oder zwei prügeln sich oder einer will Wasser oder sonstwas.
Diese ganze Szene stelle man sich dann außerdem noch auf einer fremden Sprache vor... das ist anstrengend!

Aber ich denke, ich werd mich auf jeden Fall dran gewöhnen. Im Moment steh ich bei den Kindern auch noch ziemlich im Mittelpunkt, werd von allen angeguckt, manche fummeln ständig an mir rum, spielen mit meinen Armbändern, meinen Haaren, meinen Piercings, und so weiter... wenn die Kids sich mal an mich gewöhnt haben, wird das sicher alles weniger.
Und vorallem wird es einfacher, wenn ich die Sprache mal besser drauf habe... die lerne ich in der Schule wirklich schnell, da das ja die einzige Möglichkeit ist, mit den Kindern zu kommunizieren. Ich merk deutlich, dass ich jetzt nach der Schulwoche schon wesentlich mehr versteh und sagen kann. :)

Puh, naja, soviel erstmal für heute, ich muss jetzt langsam mal aus meinem Zimmer raus und ins Wohnzimmer, sonst machen die sich noch Sorgen...

Trotzdem gibt's gleich noch ein paar erste Bilder vom Orientierungscamp in Nairobi, im Unterordner "Bilder"!
Bilder von meinem neuen Zuhause kommen dann im Laufe der nächsten Woche.. ;)

Ich wünsch euch alles Liebe!
Bis bald,
Jenny

Montag, 3. September 2012

Die erste Woche


Hey!

Eine Woche hier ist wieder vergangen und es gibt viel Neues zu erzählen.
Am Dienstag war ich zum ersten Mal in der Stadt, mit Marit, der ehemaligen Freiwilligen. War ziemlich schön, sie hat mir alles wichtige und tolle gezeigt und mir viel erzählt. Die Stadt ist wirklich cool, auch wenn sie kein bisschen mit deutschen Städten zu vergleichen ist (natürlich nicht)… es gibt dort aber eigentlich alles, was man so braucht: einen Supermarkt (der sogar Schokolade verkauft… die in Kenia nur leider recht teuer ist), eine Post, ein paar Banken, viele kleine „General Shops“ (sowas wie deutsche „Tante Emma-Läden“), Friseure, kleine Kleidungsläden, viele Obst- und Gemüsestände, Elektronik-Zeug, Restaurants, kleine Hotels,… alles mögliche. Ach, und mein schon-jetzt-Lieblingsladen: Ein Früchte-Shop, der verdammt geniale frischgepresste Säfte für 50ct verkauft… unglaublich lecker :)

Neben der Innenstadt gibt’s noch nen großen Markt, auf dem man auch alles mögliche bekommt, Obst, Gemüse, Milch, Klamotten, Schuhe, Schmuck, Tücher,… eigentlich genau so, wie man sich einen afrikanischen Markt eben vorstellt.
Also, wie man vielleicht raushören kann, mag ich die Stadt recht gerne. Gestern und vorgestern war ich auch nochmal dort, einmal alleine und einmal mit Marit und ner wieder anderen ehemaligen deutschen Freiwilligen, die Marit besucht hat.
Marit hatte irgendwie auch Kontakt zu einigen von den Straßenjungs hier, es kamen viele zu uns her und haben mit ihr gequatscht. Das Leben auf der Straße hier ist schon relativ hart, die Jungs gehen tagsüber betteln und die Mädchen sieht man eigentlich kaum, weil sie sich anscheinend nachts prostituieren. Außerdem schnüffeln die meisten (alle?) Straßenkinder hier Klebstoff, um den Hunger oder Schmerz oder sonstwas zu betäuben, und man sieht sie sogar ständig tagsüber auf offener Straße mit ihren Kleberflaschen rumlaufen.

Naja, aber trotz allen negativen Seiten hier sind die meisten Menschen erstaunlich fröhlich und offen. Als Weißer wird man hier sowieso ständig gegrüßt und angequatscht, vor allem die Kinder sind meistens total begeistert… ich kann quasi durch keine Straße gehen, ohne dass mir irgendwelche Kinder „Mzungu!“ (Kiswahili für „Weißer“) oder „How are you? How are you?“ hinterher schreien. Ich komm mir schon ziemlich seltsam vor, bei all der Aufmerksamkeit und Begeisterung. Ich mein, ja, meine Hautfarbe ist anders, aber ich bin nur ein normaler Mensch.
Aber daran werd ich mich wohl gewöhnen müssen. Wie an so vieles. ;)

Nun mal zu meiner Arbeit. Letzte Woche waren wir eigentlich durchgehend  nur mit „Unterrichtsvorbereitungen“ beschäftigt, was genauer bedeutet: Ich durfte eigentlich jeden Tag Plakate malen. Im Grunde macht das echt Spaß und ich hab mich auch gefreut, dass alle meine „Werke“ so toll fanden, aber ganz ehrlich – nach 7 Stunden malen, jeden Tag, hat man auch irgendwann die Schnauze voll… ;)
Und so war ich heute ganz froh, dass die Ferien jetzt aus sind und endlich Kinder in der Schule sind. Heute war zwar noch nicht mal die Hälfte aller Kinder da (ist irgendwie so ne Art „Brückentag“, an dem man nicht unbedingt in die Schule muss), aber ich glaub, das war für den Anfang ganz gut. Ich unterrichte zusammen mit zwei anderen, Asli und Nancy, die Baby-Klasse ( Kinder von 2-3 Jahren) und es war heute mit 7 Kindern schon leicht chaotisch – normalerweise sind es 26. Mal sehen, wie das wird.
Ein bisschen blöd ist außerdem, dass die Kinder eigentlich nur Kiswahili reden und ich bisher nicht wirklich viel versteh oder sagen kann. Ich hoffe, das wird bald besser.
Ach, und – was mich wundert, ist, dass die Kinder hier manche Sachen schon sehr, sehr früh lernen… in Deutschland kommt man mit 3 oder 4 mal in den Kindergarten, aber hier müssen die Kinder mit 3 schon zählen, Buchstaben schreiben, Englisch lernen, usw. … ich weiß nicht, ob das nicht ein bisschen früh ist. Manche von den Kids sind wirklich noch sehr klein.

Naja, genug zur Schule erstmal, nach einem Tag kann ich ohnehin noch nicht viel sagen.
Noch ein paar Worte zu meiner Gastfamilie, und dann muss ich auch schon wieder weg…
Ich merke langsam, wie ich mich hier echt gut einleb, ich mag die Familie wirklich gerne… nur mit einer der Erwachsenen (die, die mich auch in Nairobi abgeholt hat) bin ich.. noch nicht so wirklich warm. Manchmal fühl ich mich einfach nicht so ganz respektiert von ihr.
Aber ansonsten fang ich wirklich an, mich hier wohl zu fühlen, es wird langsam lockerer und entspannter und ich denke, wenn ich mich hier mal richtig eingefunden hab, wird das ne super Zeit in der Familie.

Naja, also mal sehen, wie’s so weitergeht… bin gespannt auf den zweiten Schultag morgen mit den ganzen Kindern… :)

Liebe Grüße und bis bald!
Jenny

Montag, 27. August 2012

Camp und Ankunft im neuen Zuhause


Hey ho, welcome und karibu,

tut mir leid, dass mein erster Blogeintrag solange auf sich warten lies, aber ich musste das mit dem Internet hier erstmal hinkriegen.
Inzwischen sind schon 2 ½ Wochen vergangen, seit ich hier bin… an einiges hab ich mich schon gut gewöhnt, aber manches ist doch noch sehr neu und fremd.
Die ersten 2 Wochen hatten wir – Freiwillige aus Deutschland, der Schweiz, Finnland, Schweden, Dänemark, Taiwan und Japan – erstmal ein Orientierungs-Camp in Nairobi… dazu mal ein kurzer Ausschnitt, den ich in der ersten Woche geschrieben hab:

Wir wohnen jetzt seit 6 Tagen in einem einfachen Haus auf dem Schulgelände der „State House Girls High School“ in Nairobi, ein wirklich schönes Gelände mit viel Natur, bunten Pflanzen, Kühen, Hühnern,… gestern ist sogar ein Affe an unserem Klassenzimmer vorbeigelaufen.
Wir haben ziemlich viel Programm im Camp, jeden Vormittag 3 ½ Stunden Kiswahili, nachmittags entweder andere Programmpunkte (Themen wie Sicherheit, Krankheiten, Schulsystem, Kultur, etc.) oder irgendwelche Erledigungen in der Stadt, die wegen der „exzellenten“ Planung hier eigentlich immer viele Stunden und viele Fußmärsche beanspruchen. :) Dazwischen gibt’s natürlich Frühstück, Mittagessen, Abendessen und zwei tea times. Viel, viel Essen.
Insgesamt ziemlich viel alles, vor allem die Kiswahili Stunden. Ich mag die Sprache zwar wirklich gerne und will sie auch unbedingt lernen, aber das Lehrkonzept ist nicht so wirklich mit dem deutschen zu vergleichen, die meisten empfinden es als etwas verwirrend, es wird viel durcheinander gemacht und ein System ist eher schwer zu erkennen… aber wie gesagt, trotz allem ist es wirklich interessant und macht Spaß.


Das Camp war insgesamt echt hilfreich, um sich schon mal ein bisschen ans fremde Kenia zu gewöhnen… an die Leute, das Essen, die sanitären Anlagen *g*, das Wetter, die Sprache,... und das nicht komplett alleine sondern mit Unterstützung der anderen Freiwilligen, wirklich tolle Leute, mit denen man ne Menge Spaß haben kann und von denen man sich logischerweise am besten verstanden fühlt, weil sie grade genau das gleiche durchleben.

Am Samstag, den 25.8., kam dann der erste kleine Abschied… alle verließen das Camp, um zum neuen Zuhause zu fahren. Joa, und auch ich wurde abgeholt, von Helen, einer mittelalten Frau, die mir anfangs irgendwie etwas Angst gemacht hat. Außerdem war ich bis dahin der Überzeugung, ich würde in einem Kinderheim arbeiten und dort auch mein eigenes Zimmer haben. Aber hier in Kenia kommen die Dinge meistens anders, als man denkt und plant...
Helen und ich fuhren also mit einem süßen, kleinen Matatu nach Isiolo – sehr anstrengende 4 ½ Stunden. Normalerweise mag ich Matatus gerne, es ist echt witzig, damit rumzutuckern. Aber spätestens nach einer Stunde auf holpernden Straßen, eingequetscht zwischen Helen und Wand, schwitzig und mit voller Blase macht das ganze dann nicht mehr so viel Spaß.
Naja, egal… in Isiolo angekommen wurden wir von irgendeinem Fahrer abgeholt, ich hielt schon die ganze Zeit Ausschau nach dem Kinderheim, aber irgendwie fuhren wir dann in den Hof eines ganz normalen kleinen Häuschens – und Helen meinte nur sowas wie „Willkommen zuhause!“.

Äh ja, und so stellte sich also raus, dass mein neues Zuhause nicht, wie gedacht, direkt im Kinderheim ist, sondern in einer 5-köpfigen Gastfamilie…  und noch besser, nicht nur mein zuhause ist woanders, ich arbeite auch gar nicht im Kinderheim! *g* Komplizierte Geschichte... jedenfalls arbeite ich nun in einer Nursery School, also ner Schule für ganz kleine Kinder zwischen 2 und 6. Mir soll’s recht sein, ich bin ja flexibel… ;)
Meine Gastfamilie besteht aus 3 erwachsenen Schwestern und 2 Töchtern mit 3 und 14. Die kleine, Diana (oder auch „Princess“ genannt *g*), ist super süß, sie kam schon am ersten Tag sofort zu mir, wollte spielen und hat mich auf Kiswahili zugeredet :)  Die ältere, Imelda, geht eigentlich auf die High School in Nairobi und ist jetzt nur während der Ferien hier.

Insgesamt ist es schon sehr ungewohnt, auf einmal in einer großen Familie zu leben, vor allem weil das Familienleben hier in Kenia sehr ausgeprägt ist und man die meiste Zeit eigentlich zusammen im Wohnzimmer verbringt. Es kommt auch ständig irgendwelcher Besuch, Verwandte oder Freunde, die dann den ganzen Tag hier sind… also so ganz den Überblick hab ich jedenfalls noch nicht.^^

Heute war ich außerdem zum ersten Mal in meinem Projekt, eine kleine, süß gestaltete Schule. Da die Kinder noch Ferien haben, waren wir hauptsächlich mit irgendwelchen Vorbereitungen beschäftigt – ich durfte eigentlich den ganzen Tag Plakate malen, mit irgendwelchen Dingen und den englischen Namen drunter… und alle waren  ganz begeistert von meinen „Malkünsten“ und meiner Schrift und so. Naja, ich bin eben ein ordentlicher und perfektionistischer Deutscher :D
Hat jedenfalls echt Spaß gemacht heute und ich hab mich zum ersten Mal ansatzweise nützlich gefühlt… ich glaub, ich bin echt froh, wenn ich ne feste Aufgabe hab.
 
Im Projekt heute hab ich auch eine ehemalige, deutsche Freiwillige getroffen, die hier vor 2 Jahren gearbeitet hat und momentan zu Besuch ist. Tat ganz gut, mit ihr ein bisschen zu reden, sie hat mir einiges über die Stadt und die Familie erzählt und einige Unklarheiten beseitigt. Morgen kommt sie nochmal vorbei und zeigt mir einige Plätzchen in der Stadt… bin mal gespannt. :)
     
Naja, genug für heute… ich will ja keinen Roman schreiben. Bald kommen auch Bilder, wenn ich meinen Internet-Stick wieder aufgeladen hab. ;)

Ich hoffe euch geht’s gut! Bis bald, Leute.

(über Kommentare würd ich mich natürlich freuen ;))